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Stationäre Behandlung

Kind versucht dicken alten Baum zu umarmen

Wenn eine kinder- und jugendpsychiatrische Problematik oder Störung so schwerwiegend ist, dass eine vorübergehende vollständige Trennung aus dem aktuellen sozialen Umfeld, sprich Familie, erforderlich ist, um für das Kind eine völlig neue Situation herzustellen, wenn selbstschädigendes oder selbstgefährdendes Verhalten im Vordergrund steht, oder wenn das schwer erkrankte Kind oder der bzw. die Jugendliche nicht einsehen kann, dass eine Behandlung dringend erforderlich ist, kann eine stationäre, möglicherweise kurzfristig sogar geschützte (= geschlossene) Behandlung im Sinne des Wohles des Kindes bzw. der oder der Jugendlichen notwendig werden.

Daher gliedert sich das stationäre Angebot in unserer Abteilung in eine geschützt-geschlossene Jugendstation, drei offene Jugendstationen und eine Kinderstation mit insgesamt 50 Betten.

Behandlungsdauer: Eine Krisenintervention dauert in der Regel einige Tage, für eine umfassende Diagnostik werden zwei bis drei Wochen benötigt, eine umfassende Behandlung dauert stationär zwei bis drei Monate.

Jugendstation I (geschützt-geschlossene Station)

Die Jugendstation I ist eine geschützt-geschlossene Station. Sie bietet Platz für insgesamt 11 Jugendliche (drei Einzel- und vier Doppelzimmer).

Für eine wohnliche Atmosphäre sorgen eine Wohnecke und freundliche Gemeinschaftsräume für die Mahlzeiten und Aktivitäten in der Gruppe. Für Jungen und Mädchen gibt es jeweils eigene Sanitärbereiche. Auf der Station befinden sich zudem eine Küche, das Büro des Pflege- und Erziehungsdienstes, ein Ergotherapieraum sowie ein Schul- und Besucherzimmer. Für Außenaktivitäten (z.B. Basketball und Tischtennis) steht eine große Terrasse zur Verfügung.

Schulpflichtige Kinder und Jugendliche werden auf der Station von Sonderschullehrern der Paul-Martini-Schule / Schule für Kranke der Bundesstadt Bonn unterrichtet.

Besuchszeiten:

Montag bis Freitag - 16.30 bis 18.45 Uhr
Wochende/Feiertag - 10.00 bis 12:15 Uhr und 14:30 bis 18:45 Uhr

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Jugendstation II (Schwerpunkt Essstörungen)

Jugendliche Patientinnen und Patienten mit Essstörungen, Angst- und Zwangserkrankungen sowie depressiven Störungen behandeln wir auf der Jugendstation II. Unsere Zielgruppe sind Jugendliche ab 13 Jahren, die aufgrund ihrer Symptomatik einer stationären Behandlung bedürfen.

Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung und Aufnahme sind Freiwilligkeit und Motivation.

Jugendstation III

Auf der Jugendstation III behandeln wir vorwiegend junge Patientinnen und Patienten mit Autismus-Spektrum-Störungen, psychotischen Erkrankungen, depressiven Störungen, posttraumatischen Belastungsstörungen, Angst- und Zwangsstörungen.

Die Jugendstation III besteht aus zwei Gruppen: jeweils für 12- bis 14-Jährige und für 14- bis 18-Jährige. Es handelt sich um eine offene Station. Dies bedeutet, dass die Stationstüren tagsüber geöffnet sind. Ausgänge sind nach Plan und Absprache möglich.

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Jugendstation IV (Schwerpunkt Schulverweigerung)

Die Jugendstation IV verfügt über insgesamt zehn stationäre Behandlungsplätze und einen teilstationären Platz. Wir bieten Unterstützung für Jugendliche hauptsächlich im Alter von 14 bis 18 Jahren.

Behandlungsschwerpunkte sind:

  • Schulverweigerung und
  • bipolare Störungen.

Ebenso werden junge Menschen mit psychotischen Erkrankungen, depressiven Störungen, posttraumatischen Belastungsstörungen und Angst- und Zwangsstörungen behandelt.

Kinderstation

Die Kinderstation ist eine Station für Kinder und junge Heranwachsende bis zur Vollendung des 13. Lebensjahres. Auftretende Probleme, die zu einer stationären Aufnahme führen können, sind hierbei vielfältig. Der stationären Aufenthalt beginnt mit einer Diagnostikphase. Diese kann zwischen ein und drei Wochen dauern. Das weitere Vorgehen wird gemeinsam mit den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten sowie Institutionen besprochen und geplant. Beschließen die beteiligten Personen, dass es zur weiteren stationären Behandlungen kommt, sind ebenso Freiwilligkeit und Motivation Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung.

Besondere Bedeutung hat im stationären Alltag die milieutherapeutische Behandlung. Die Kinder erlernen oder verfestigen dabei ihre Altagskompetenzen. Hierbei erhalten sie Unterstützung und Anregung zur Freizeitgestaltung und Erfahren einen strukturierten Tagesablauf. Dazu gehört auch die Beschulung in der Paul Martini-Schule auf dem Klinikgelände.